Beruflicher Neustart in Deutschland: Wie Menschen mit Migrationsgeschichte ihren Weg ins Personalwesen finden
Ein beruflicher Neuanfang in Deutschland ist selten einfach. Viele Menschen kommen mit einem Hochschulabschluss, wertvoller Berufserfahrung und großer Motivation. Trotzdem hören sie bei der Arbeitssuche immer wieder ähnliche Sätze: Die Erfahrung passe nicht zum deutschen Arbeitsmarkt, die Fachsprache reiche noch nicht aus oder es fehle das Verständnis für die Arbeitsweise deutscher Unternehmen.
Vielleicht kennst du diese Situation. Du hast in deinem Herkunftsland als Jurist, Pädagogin, Führungskraft, Unternehmerin, Vertriebsmitarbeiter oder im Personalwesen gearbeitet. In Deutschland gelingt es dir aber bisher nicht, dieses Wissen beruflich einzusetzen.
Das bedeutet nicht, dass deine bisherigen Erfahrungen wertlos sind. Häufig fehlt lediglich die Verbindung zwischen deinem beruflichen Hintergrund und den Anforderungen des deutschen Arbeitsmarktes. Genau an dieser Stelle setzt Franck & Sörgel Education an.
Wenn ein beruflicher Abschluss allein nicht genügt
Ein ausländischer Abschluss kann eine wichtige Grundlage sein. Er führt jedoch nicht automatisch zu einer passenden Arbeitsstelle. Arbeitgeber möchten wissen, ob Bewerber die betrieblichen Abläufe in Deutschland verstehen, im beruflichen Alltag sicher kommunizieren und ihre Kenntnisse praktisch einsetzen können.
Für Menschen mit Migrationsgeschichte kommen häufig mehrere Herausforderungen gleichzeitig zusammen:
- Die deutsche Fachsprache ist noch ungewohnt.
- Die Regeln und Erwartungen deutscher Arbeitgeber sind nicht vollständig bekannt.
- Berufserfahrung aus dem Herkunftsland lässt sich schwer erklären.
- Bewerbungsunterlagen zeigen die vorhandenen Kompetenzen nicht deutlich genug.
- Nach mehreren Absagen sinkt das Selbstvertrauen.
Viele Interessenten sagen im ersten Beratungsgespräch: „Meine Situation ist besonders. Ich weiß nicht, ob man mir überhaupt helfen kann.“
Diese Unsicherheit ist verständlich. Jeder Lebenslauf ist anders. Trotzdem wiederholen sich viele Schwierigkeiten – und genau deshalb lassen sie sich systematisch bearbeiten.
Aus eigener Erfahrung entstanden
Hinter Franck & Sörgel Education stehen Menschen, die den beruflichen Neustart in Deutschland selbst erlebt haben.
Svetlana Franck kam als Studentin aus Sibirien nach Deutschland und lernte Deutsch praktisch von Grund auf. Innerhalb eines halben Jahres erreichte sie das Sprachniveau C1. Doch gute Sprachkenntnisse bedeuteten noch lange nicht, dass der Einstieg in das Berufsleben problemlos gelang.
Das Studium stellte sie vor große sprachliche Herausforderungen. Unterschiedliche Akzente, Dialekte und komplizierte Fachsprache machten es anfangs schwer, den Lehrveranstaltungen zu folgen. Auch die Suche nach der ersten Arbeitsstelle dauerte lange.
Als Svetlana schließlich eine Stelle fand, nahm sie täglich einen Arbeitsweg von rund 100 Kilometern pro Strecke auf sich. Ihr damaliges Einkommen betrug lediglich 800 Euro – und gleichzeitig musste sie sich um ihr kleines Kind kümmern. Dennoch arbeitete sie weiter an ihrer Sprache, ihrer beruflichen Qualifikation und ihrer Karriere.
Auch Elena Sörgel brachte bereits unternehmerische Erfahrung aus Russland mit. Nach ihrem Umzug nach Deutschland gelang ihr mit Unterstützung von Svetlana Franck der Einstieg in eine Bank. Später entschied sie sich erneut für die Selbstständigkeit und gründete gemeinsam mit Svetlana das Unternehmen.
Beide wissen daher, wie es sich anfühlt, in einem neuen Land noch einmal von vorn anfangen zu müssen.
Eine Vision für qualifizierte Migranten
Franck & Sörgel Education verfolgt eine klare Vision: Menschen mit Migrationsgeschichte sollen in Deutschland nicht vor allem als Problem oder Belastung wahrgenommen werden. Ihre Mehrsprachigkeit, Lebenserfahrung, Anpassungsfähigkeit und interkulturelle Kompetenz sollen als wertvolle Ressourcen gelten.
Viele Migranten sind gut ausgebildet, engagiert und bereit, Verantwortung zu übernehmen. Was ihnen häufig fehlt, ist nicht die grundsätzliche Fähigkeit, sondern eine realistische Vorbereitung auf den deutschen Arbeitsmarkt.
Das Team möchte seine eigenen Erfahrungen weitergeben und den Teilnehmenden Wege zeigen, die es selbst mühsam entdecken musste.
Das Ziel besteht nicht darin, schnelle Erfolge oder eine garantierte Arbeitsstelle zu versprechen. Vielmehr sollen die Teilnehmenden lernen, ihre vorhandenen Kenntnisse richtig einzuordnen, verständlich zu präsentieren und mit neuen fachlichen Kompetenzen zu verbinden.
Warum das Personalwesen gute Perspektiven bietet
Das Personalwesen – häufig auch HR oder Human Resources genannt – beschäftigt sich mit allen Aufgaben rund um die Mitarbeitenden eines Unternehmens. Dazu gehören unter anderem:
- Bewerbungs- und Auswahlprozesse,
- Arbeitsverträge und Personalunterlagen,
- Onboarding neuer Mitarbeitender,
- vorbereitende Tätigkeiten für die Entgeltabrechnung,
- Kommunikation mit Beschäftigten und Führungskräften,
- Personalentwicklung und strategische Personalarbeit.
Für Menschen mit Migrationsgeschichte kann dieses Berufsfeld besonders interessant sein. Wer selbst unterschiedliche Kulturen, Sprachen und Lebenswege kennt, bringt häufig ein gutes Verständnis für verschiedene Perspektiven mit.
Gerade in Vorstellungsgesprächen, bei der Integration neuer Mitarbeitender oder in Konfliktsituationen können interkulturelle Kompetenzen sehr hilfreich sein.
Neben fachlichem Interesse sind Kommunikationsfähigkeit, Genauigkeit und Freude an der Arbeit mit Menschen wichtig. Für strategische HR-Aufgaben kommen Selbstvertrauen, Verantwortungsbereitschaft und eine sichere Kommunikation mit Führungskräften hinzu.

Auch ein Quereinstieg ist möglich
Du musst nicht bereits im Personalwesen gearbeitet haben, um dich neu zu orientieren. Erfahrungen aus anderen Berufen können wertvolle Anknüpfungspunkte bieten.
Juristen bringen unter anderem ein Verständnis für Regeln und Verträge mit. Menschen aus der Buchhaltung sind häufig an sorgfältige Prozesse und Zahlen gewöhnt. Pädagogen besitzen Erfahrung in Kommunikation, Entwicklung und Konfliktlösung. Führungskräfte und Unternehmer kennen betriebliche Entscheidungen und die Zusammenarbeit mit Mitarbeitenden.
Entscheidend ist, diese Erfahrungen in eine Sprache zu übersetzen, die deutsche Arbeitgeber verstehen. Ansonsten müssen fehlende Kenntnisse gezielt ergänzt werden.
Für den Einstieg in die Personalsachbearbeitung sind keine vorherigen HR-Kenntnisse zwingend erforderlich. Wer sich direkt für strategischere Aufgaben als Personalreferent oder Personalreferentin qualifizieren möchte, sollte dagegen bereits über entsprechende berufliche Erfahrungen und gute Deutschkenntnisse verfügen.
Welche Einstiegsstufe zu deinem bisherigen Werdegang passt, wird in einem persönlichen Beratungsgespräch geklärt.
Sprache, Arbeitskultur und Fachwissen gehören zusammen
Eine berufliche Qualifizierung für Migranten sollte nicht nur Fachbegriffe vermitteln. Wer in einem deutschen Unternehmen erfolgreich arbeiten möchte, muss auch telefonieren, E-Mails schreiben, an Besprechungen teilnehmen und mit Vorgesetzten kommunizieren können.
Deshalb verbindet das Qualifizierungsprogramm von Franck & Sörgel Education mehrere Bereiche:
- Kommunikationstraining und Wirtschaftsdeutsch,
- kaufmännische Grundlagen und Büroorganisation,
- deutsche Arbeitskultur und Erwartungen von Arbeitgebern,
- Vorbereitung auf Bewerbungen und Vorstellungsgespräche,
- Grundlagen der Personalarbeit,
- Qualifizierung für operative und strategische HR-Aufgaben.
Ein eigener Baustein beschäftigt sich damit, wie Unternehmen in Deutschland funktionieren, was während der Probezeit erwartet wird und welche Verhaltensweisen im Berufsalltag hilfreich oder problematisch sein können.
Die Teilnehmenden betrachten Situationen auch aus der Perspektive des Arbeitgebers. Dadurch lernen sie nicht nur, was von ihnen erwartet wird, sondern verstehen besser, warum bestimmte Regeln und Abläufe wichtig sind.
Live-Unterricht statt anonymer Videoaufzeichnungen
Die Qualifizierung findet vollständig online statt. Dadurch können Menschen aus ganz Deutschland teilnehmen. Der Standort von Franck & Sörgel Education befindet sich in Vaihingen an der Enz. Ein besonderer regionaler Schwerpunkt liegt daher auf Baden-Württemberg.
Der Unterricht wird montags bis freitags vormittags live durchgeführt. Es handelt sich nicht um einen aufgezeichneten Kurs, den die Teilnehmenden allein durcharbeiten müssen.
Während des Unterrichts können sie unmittelbar Fragen stellen. Wenn ein Thema oder eine Aufgabe bis jetzt nicht verständlich ist, kann der Dozent es mit anderen Worten erklären und gemeinsam mit der Gruppe bearbeiten. Auch Fragen zu den Lernmaterialien und Hausaufgaben können im direkten Austausch geklärt werden.
Der Unterricht findet auf Deutsch statt. Für die Teilnahme werden mindestens Deutschkenntnisse auf dem Niveau B1 benötigt. Auf diese Weise verbessern die Teilnehmenden nicht nur ihr Fachwissen, sondern wenden die deutsche Sprache kontinuierlich in einem beruflichen Zusammenhang an.
Von der kaufmännischen Assistenz bis zum Personalreferenten
Das Programm besteht aus fünf aufeinander abgestimmten Bausteinen. Es beginnt mit Wirtschaftsdeutsch, Bürokommunikation und kaufmännischen Grundlagen. Danach folgen die Integration in deutsche Unternehmen, Personalarbeit sowie die Qualifikationen „Personalsachbearbeiter/in“ und Personalreferent/in.
Je nach Sprachkenntnissen, Berufserfahrung und beruflichem Ziel können Teilnehmende das gesamte Programm oder einzelne Bausteine absolvieren.
Die Weiterbildung kombiniert fachlichen Unterricht mit Rollenspielen, Fallstudien, Gruppenaufgaben und praxisnahen Übungen. Trainiert werden unter anderem Telefongespräche, geschäftlicher Schriftverkehr, Vorstellungsgespräche und die Kommunikation mit Führungskräften.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat von Franck & Sörgel Education, das die vermittelten Inhalte und erworbenen Kenntnisse dokumentiert.
Julias Weg in den deutschen Arbeitsmarkt
Dass Franck & Sörgel Education die Herausforderungen bei der beruflichen Integration kennt, zeigt die Geschichte von Julia. Sie nahm nicht an der neuen HR-Qualifizierung teil, sondern an einem anderen Programm des Unternehmens zur beruflichen Orientierung und Arbeitssuche in Deutschland.
Julia kam mit ihren beiden Kindern aus der Ukraine. Sie besaß ein Ingenieurdiplom, hatte in diesem Beruf jedoch nur wenig praktische Erfahrung. Ihre Deutschkenntnisse lagen auf dem Niveau B2. Sie sprach noch nicht perfekt, war aber hochmotiviert, in Deutschland zu arbeiten.
Mit Unterstützung bei ihrer beruflichen Orientierung fand sie zunächst eine Stelle als Assistentin. Dort bewährte sie und entwickelte sich schrittweise weiter. Nach einigen Jahren erreichte sie eine verantwortungsvolle und vernünftig bezahlte Position im Unternehmen.
Ihre Geschichte ist kein Versprechen, dass jeder berufliche Weg genauso verläuft. Sie zeigt jedoch, dass ein Einstieg auch über eine erste Position möglich ist und berufliche Entwicklung Zeit, Mut und die richtige Strategie benötigt.
Nach Absagen wieder Vertrauen gewinnen
Mehrere Absagen können das Gefühl vermitteln, dass die eigenen Kenntnisse nicht gebraucht werden. Doch eine Absage sagt nicht automatisch etwas über deinen tatsächlichen Wert aus. Manchmal passt die Bewerbung nicht zur Stelle. Manchmal werden vorhandene Erfahrungen nicht überzeugend dargestellt. Und manchmal fehlen noch bestimmte sprachliche oder fachliche Kenntnisse.
Wichtig ist, die eigene Situation realistisch zu analysieren und sich an positiven, nachvollziehbaren Beispielen zu orientieren.
Ein beruflicher Neustart beginnt nicht mit einer Garantie. Er beginnt mit einer Entscheidung: herauszufinden, welche Kenntnisse du bereits besitzt, was dir noch fehlt und welcher nächste Schritt für dich realistisch ist.
Dein erster Schritt: eine kostenlose Beratung
In einer etwa 20-minütigen kostenlosen Beratung betrachtet Franck & Sörgel Education deine bisherige Ausbildung, Berufserfahrung, Deutschkenntnisse und beruflichen Ziele.
Du erfährst, ob die Qualifizierung grundsätzlich zu dir passt und welcher Baustein für deinen Einstieg sinnvoll sein könnte. Für das erste Gespräch benötigst du zunächst keine besonderen Unterlagen.
Die Weiterbildung kann unter bestimmten Voraussetzungen durch einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters gefördert werden. Ob eine Förderung bewilligt wird, entscheidet der zuständige Berater immer individuell. Eine Teilnahme als Selbstzahler ist ebenfalls möglich.
Wenn du deine bisherigen Erfahrungen endlich beruflich nutzen und dir in Deutschland eine neue Perspektive im Büro oder Personalwesen aufbauen möchtest, kann ein persönliches Beratungsgespräch dein erster Schritt sein.
Vereinbaren Sie jetzt eine kostenlose Beratung.
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